Wenig zum Lachen haben derzeit leider die deutschen Hilfsmittelerbringer. Das Bündnis „Wir versorgen Deutschland“ hat im November zu einer großen Branchenumfrage aufgerufen, an der sich rund 400 Unternehmen beteiligt haben. Die Bilanz sieht schaurig aus: Nahezu durchgehend schlagen die immens gestiegenen Kosten auf der einen und die Anforderungen der MDR und anderer administrativer Aufgaben auf der anderen Seite durch.
Schauen wir uns einige der Ergebnisse im Detail an:
- Rund 60 Prozent der Teilnehmer bezeichnen ihre wirtschaftliche Lage als schlecht oder eher schlecht
- Von Preissteigerungen wie steigenden Kosten für Energie, Treibstoff, Bürokratie oder Logistik sind fast 80 Prozent stark oder sehr stark betroffen
- Für diese Preissteigerungen erhalten mehr als die Hälfte der Unternehmen keine zusätzliche Kostenerstattung durch die Krankenkassen
- Fast 75 Prozent der Befragten glauben, dass sie von den Entlastungsprogrammen der Bundesregierung und Preisbremsen nicht oder kaum profitieren werden
- Nahezu 60 Prozent der Befragten wenden über ein Drittel ihrer Zeit für Bürokratie- und Dokumentationspflichten auf
- Sagenhafte 97 Prozent empfinden den Bürokratieaufwand als zu hoch und halten eine Reduzierung für notwendig
Die Generalsekretäre von „Wir versorgen Deutschland“, Kirsten Abel und Patrick Grunau, plädieren daher für eine Berücksichtigung der Hilfsmittelbranche im „Hilfsfonds für Soziale Dienstleister“ sowie für einen Bürokratieabbau.
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Wenn zwei Drittel der Leistungserbringer mit starken oder sehr starken Einschränkungen bei der Hilfsmittelversorgung rechnen, ist es schon fast kurz nach 12! Handeln, bitte!
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Foto: © Sani Aktiv/Pixabay