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TCLOG informiert: Was ist eigentlich aus den „Wir liefern in zehn Minuten“-Diensten geworden?

Achtung, Spoiler: Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Der kometenhafte Aufstieg der Lieferdienste wie Gorillas, Flink, Wolt & Co. wandelt sich zur Sternschnuppe, die schnell verglüht. Sie erinnern sich sicherlich an die Lieferdienste, die plötzlich wie die Pilze aus dem Boden schossen mit ihrem Versprechen, Lebensmittel binnen zehn Minuten zu liefern. Mehr Hintergrundwissen finden Sie in dieserdieser und dieser Ausgabe unseres Newsletters. 

Ehrlich gesagt, fanden wir das Geschäftsmodell ja ohnehin fragwürdig. Die großen Logistiker stampfen Same-Day-Delivery-Angebote nach und nach ein, und ausgerechnet für ein Stück Butter oder eine Flasche Bier soll sich jetzt ein Mensch aufs Rad setzen und das bringen, was die Kundschaft beim Einkauf vergessen hat oder wonach gerade Gelüste entstehen?!

Anderthalb Jahre nach Start des Hypes zeigt sich: Bisher hat noch keiner der Schnelllieferdienste gezeigt, dass er profitabel sein kann. Es bleibt ein Milliardenmarkt, aber ein sehr schnelllebiger, in dem gerade sehr viel Bewegung ist. Die ersten Anbieter ziehen sich zurück, andere werden aufgekauft.

  • Gorillas wurde an Getir verkauft. Finanzkreisen zufolge ist das fusionierte Unternehmen sieben Milliarden Dollar schwer.
  • Doordash hatte im November 2021 für ebenfalls 7 Milliarden, in diesem Fall Euro, Wolt gekauft und ist auch an der deutschen Gesellschaft Flink beteiligt. Ende letzten Jahres wurde bekannt gegeben, dass  nun rund 1.250 Mitarbeitende entlassen werden
  • Flink Österreich hat Insolvenz angemeldet. 

 Woran liegt das?

Nun, die Lieferdienste sind während der Coronakrise entstanden. In dieser Zeit herrschte bekanntlich ein Lieferboom. Gerade während Isolation und Quarantäne ist es natürlich unglaublich praktisch, sich Lebensmittel liefern zu lassen. 

Doch diese Zeiten haben sich gewaltig geändert. Hinzu kommen die die gestiegenen Lebensmittelpreise und die Wirtschaftskrise. Inflationsbedingt wird der Geldbeutel etwas fester gehalten. Eine weitere Herausforderung sind die hohen Logistik- und Personalkosten. Die Fahrer liefern zwar mit dem Rad, das erfordert wenig Energie – doch der Mindestlohn ist sukzessive gestiegen.  

Vom Milliardenmarkt zum Milliardengrab? Wie gut, dass auf die gute alte Logistik noch Verlass ist.