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TCLOG weiß: Digital & nützlich | Hilfsmittelverzeichnis um knapp 3.000 Produkte erweitert

Den 73 Millionen gesetzlich Versicherten stehen 2.940 neue Hilfsmittel zur Verfügung. Dies geht aus dem überarbeiteten Hilfs- und Pflegehilfsmittelverzeichnis des GKV-Spitzenverbandes (GKV-SV) hervor.

Gelistet sind dort Produkte, die von der GKV oder der sozialen Pflegeversicherung erstattet werden. Zusätzlich zu den fast 3.000 neu aufgenommenen Produkten seien 1.431 Hilfsmittel aktualisiert worden, teilte der Verband mit. Gleichzeitig seien 338 veraltete oder nicht mehr erhältliche Produkte aus dem Verzeichnis gelöscht worden. Der Katalog umfasst laut Verband aktuell etwa 41.000 Produkte in 41 Produktgruppen. Das Verzeichnis wird regelmäßig fortgeschrieben.

Unter den neu aufgenommenen Produkten befinden sich zahlreiche neue digitale Hilfsmittel, die den Alltag erleichtern. Gernot Kiefer ist stellvertretender Vorstandsvorsitzender des GKV-SV. In einer Pressemitteilung geht er auf die Vorteile ein: „Die Digitalisierung verbessert auch die Hilfsmittelversorgung und ermöglicht Innovationen, die ein selbstständiges Leben trotz Einschränkungen erleichtern.“ Dazu zählt zum Beispiel ein digitaler Medikamentenspender, der Pflegebedürftigen die eigenverantwortliche Einnahme ihrer Medizin erleichtert. Interessant sind auch Pflege-Assistenzsysteme wie eines, das unter anderem Stürze erkennt.

Nicht gerade digital, aber sehr hilfreich sind beispielsweise medizinisch adaptive Kompressionsverbände, die von den Patienten selbst angelegt werden können und dadurch für mehr Unabhängigkeit sorgen. Ähnlich praktisch ist ein neuzugelassener orthopädischer Roller mit drei Rädern. Ein gesundes Bein reicht, um ihn anzutreiben und sich selbstständig fortbewegen zu können.

„Die stetige Fortschreibung des Hilfsmittelverzeichnisses verbessert die Versorgung der Versicherten und stellt sicher, dass neue Produkte schnell in die Versorgung kommen und den GKV-Versicherten zur Verfügung stehen“, sagt Gernot Kiefer weiter. Die medizinische und technische Qualität der Hilfsmittel werde durch die regelmäßige Prüfung zudem garantiert. Durch die Einbindung von Leistungserbringern, Patientenvertretern, Fachgesellschaften und Sachverständigen holt der Verband sich auch praxisnahe Expertise ins Boot.

Die Leistungsausgaben für Hilfsmittel steigen seit Jahren kontinuierlich an und haben 2022 den neuen Höchstwert von 10,4 Milliarden Euro erreicht.

Mehr Sicherheit und Unabhängigkeit: Bei medizinischen Hilfsmitteln geht es um die Steigerung der Lebensqualität. Gut, dass es hier immer wieder neue Ansätze gibt!

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Foto: © Peggy Marco/Pixabay